Ein Interview mit Pamela O’Neal im Hanauer Anzeiger

Die Sängerin und Gründerin der Gospel Soul Notes, Pamela O’Neal enthüllt spannende Details aus Ihrem Karriereweg im folgenden Interview.
Das Gespräch wurde von dem ‚Hanauer Anzeiger‘ geführt.

Pamela O’Neal und die „Gospel Soul Notes“ machen großartige Musik in den Gustavsburger Burg-Lichtspielen

Von Helene Braun

GUSTAVSBURG – Vor den Burg-Lichtspielen ist alles weihnachtlich geschmückt und gut gelaunt betreten die ersten Gäste den Saal in Erwartung der Sängerin, die schon im vergangenen Jahr mit ihrer Band groß abräumte. Pamela O’Neal und die „Gospel Soul Notes“ stehen auf dem Programm. Das Konzert in der Reihe „Light in the City“ ist ausverkauft. Weihnachtszeit ist eben Gospelzeit. Doch was dann geboten war, übertraf alle Erwartungen. Und wer vielleicht gar nicht so gospelaffin war, wurde doppelt überrascht, denn diese Leute machen einfach großartige Musik, und von ihren Stimmen dürften selbst die Engel im Himmel nur träumen.

Voller Energie

In allen Facetten kann Pamela O‘Neal ihre Stimme klingen lassen, rein und voller authentischer Energie. Aus alt bekannten Stücken wie „This Little Light oft Mind“ oder „Down by the Riverside“ erschaffen O‘Neal und die Band jazzige oder bluesbetonte Arien in einem musikalischen Gesamtkonzept aus Geben und Nehmen und gemeinsamen Improvisationen.

Das Publikum wird einbezogen, darf singen und klatschen ganz wie in der „Old Time Church“, so will es die Sängerin haben und sie wird nicht müde, das Publikum dazu aufzufordern. „Old Time Religion“ ist dann auch einer der Schlüssel-Songs, in denen die kalifornische Sängerin ihr Glaubensbekenntnis ablegt.

Die nächste Überraschung ist der Chor. Wenn hier die einzelnen Sänger zu Soli ansetzen, kommt der Zuhörer aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da ist Mike Snow, vielleicht einer unter Milliarden mit seiner Stimme, der den „Precious Lord“ innig besingt.
Dann legt er „in the Name of Jesus“ ein spektakuläres Solo hin, bei dem er sich völlig verausgabt, sollte man meinen, doch nicht ein einziger Schweißtropfen steht auf seiner Stirn.Hie und da greift Snow zur Gitarre und musiziert gemeinsam mit Schlagzeuger Cameron Warner, Randall Hutchins am Piano und Ebenzer Pratt am Saxophon. Esther Stevens und Willy Williams, beide solokarrierentauglich, stimmen Lieder wie „Amen“ und „People get ready“ an, stark, eigen und mitreißend.

Dazwischen mischt und wühlt Pamela O‘Neal das Publikum wieder auf, mal zart berührend, mal in voller Lautstärke, singt, tanzt sie und dirigiert gleichzeitig Musiker und Chor. Als dann noch der Enkel der Sängerin, Elijah Duhart, aus dem Publikum die Bühne betritt und mit der „Omi“, wie sie sich selbst bezeichnet, „Oh Happy Day“ anstimmt, ist auch das Publikum nicht mehr zu halten und gibt „Stille Nacht“ auf Deutsch.

In Nordkalifornien, USA, geboren, teilte Pamela O‘Neal mit anderen weiblichen Musik-Ikonen wie Tina Turner und Aretha Franklin eine harte Kindheit. Genau wie für ihre Vorbilder, war die Kirche Pamelas Schule. An diesem Ort wurden die meisten großen Gospel- und Soul-Stars Amerikas geboren. Wie sie musste auch Pamela O’Neal hart kämpfen um dahin zu kommen, wo sie heute steht.

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